3. Schweicheln: Buchenhof
Größte diakonische Einrichtung in Europa, Bielefelds
2. größter Arbeitgeber mit 10.000 Arbeitnehmern
gehört zu den VBA Bethel
Teilanstalten Eckardtsheim Freistatt Homborn, im rechtlichen Verbund die Hoffnungstaler Anstalten Lobetal, Krankenanstalten Gilead GmhH,Krankenhaus MaraGmbH.
Die Anstalt besteht aus 24 Handwerks-, Dienstleistungs- und Handelsbetrieben (Bäckerei, Blumenladen, Brockensammlung, Buchhandlung, Elektrotechnische Werkstatt, Fleischerei, Forstwirtschaft, Fuhrgeschäft, Gärtnerei, Gas- und Wasserversorgung, Gebäudereinigung, Kfz-Werkstatt, Maler- und Maurergeschäft, Schlosserei mit Posaunenwerkstatt, orthopädische Schuhmacherei, Tiefbaubetrieb, Tischlerei, Wäscherei, Zimmerei, Läden und zusätzlich in
in Eckardtsheim: Malergeschäft, Schneiderei, Kaufhaus Tamar, Werkhof.
3. Heimstationen von 1955-1962
1955 im Alter von 13 Jahren kam ich nach Loher -Nocken
von dort aus 1957 - 1959 zum Buchenhof bei Schweicheln Kr. Herford
1960 nach Benninghausen Kr.Lippstadt, ein Arbeitshaus;
von 1961 - 1962 nach Freistatt-Moorlager"Deckertau"
Buchenhof bei Schweicheln 1957-1959
Vor dem Kriege Pädagogik im heutigen Sinne gab es nicht. Die Kinder und Jugendlichen wurden in erster Linie beaufsichtigt und verwahrt. Das Leben auf den Höfen kreiste um die beiden Pole des Gebets und der Arbeit. Beten und Arbeiten sollten die Kinder und Jugendlichen zu tugendsamen und arbeitsamen Gliedern der Gesellschaft erziehen.
Buchenhof
Von 1957 bis 1959 war ich auf dem Buchenhof, falls Ihr es noch nicht wusstet, und nicht nur dort !
Auf dem Buchenhof arbeiteten die Jungen in den rundum befindlichen Fabriken, sie mußten ja Geld verdienen!
Nach dem Krieg bemühte sich die Heimleitung - jetzt Bellingrodt jun. - ideologischen Ballast abzuwerfen und den autoritären Geist der NS-Zeit zugunsten einer individualistischen Erziehung zu überwinden.- Hier gehört die Zeit von 1957 bis 1959 hinein - davon allerdings lese ich hier nichts. In dieser Zeit mußten wir in den Fabriken arbeiten. Schließlich war ich dort und habe außerdem beim "ausschachten" der "Hütte" für Bruder Schimmelpfennig geholfen, der damals heiratete.
Noch individueller gestaltete sich die Wohnform in den 1959 fertig gestellten Gruppenhäusern des 'Buchenhofes': 15 Jungen bewohnten ein Haus, jeweils 4 ein Schlafzimmer, für alle zusammen standen mehrere Räume zur Verfügung.
In den 60er Jahren wurde der Homberghof von Grund auf umgestaltet. 'Eins davon war ich'.
Aber ihr habt vergessen, wer Euch das Geld für diese Häuser erarbeitet hat! Das waren nämlich wir, die Kinder von Schweicheln, wir haben in den Fabriken rundum gearbeitet, und Euch das Geld ( von dem wir nie etwas sahen ) besorgt, mit unserer Arbeitskraft. Das habt Ihr aber nirgendwo hier vermerkt! ! ! Aber ich sage Euch: Ich bringe das an den Tag! Wartet nur ein Weilchen, dann kommt es an das Licht! Die Fahrradfabrik, Kühlkistenfabrik, Möbelfabrik
über die Straße,